FunktionsKieferorthoPädie

„Viele Wege führen nach Rom“

 

sagt der Volksmund; das gilt auch für die verschiedenen Behandlungsmethoden in der Kieferorthopädie (KFO) mit gemeinsamem Therapieziel: ein funktionstüchtiges Kausystem mit gefälliger Zahnstellung.
 
Zwei Maßnahmen-Pakete stehen sich auf Grund verschiedenen Philosophien im Ansatzpunkt gegenüber: FunktionsKieferorthoPädie (FKO) – dento-alveoläre Biomechanik (Orthodontie).
 
Erstere geht von frühzeitiger physiologischer Beeinflussbarkeit genetisch bestimmter Wachstumsmuster aus, präventiv gegenüber Verschlimmerung und Manifestation ausgerichtet, letztere bevorzugt symptomatisch orientierte Korrekturen vermittels `mechanic ingeneering`nach vollzogener Entwicklung von Gesichtsschädel, respektive Mandibula, Kiefergelenk und Muskulatur.
 
Grundlegend für dirigierte Entwicklungshilfe im Rahmen der FKO sind die Gedanken von Moss “ remodelling by function“ und Balters` „gelenkte Stimulation körpereigener Kräfte“ unter Nutzung reziproker Nebenwirkungen.
 
Die Geschichte der Therapiegeräte belegt deren Abhängigkeit von zeitgemäßen materiellen und technischen Möglichkeiten; Das Konzept der „KFO alternativ“ kombiniert und synchronisiert: mechanisch unterstützte Funktionskieferorthopädie in konzertierter Mehrphasen Behandlung.
 
EtAc OG* entwickelte im Laufe der letzten zehn Jahre ein entsprechendes Therapieprogramm, konzentriert auf Suturen im Mittelgesicht nebst mandibuläre Anpassung; dabei das Periost im Zentrum des Interesses; propagiert  bioLOGISCH, ganzheitlich die nachhaltige Behandlungsweise während einer heute akzellerierten Frühbehandlungsperiode unter Respektierung der FKO-Regeln.  –  d.h noninvasiv, atraumatisch, intermittierend, langsam (SSSI) kompliance-und hygienefreundlichen Apparaturen anzuwenden; ETAc erstrebt also

Renaissance der FunktionsKieferOrthopÄdie nach`modernen`Gesichtspunkten.

 
Indikationsbereich sind die für uns häufigsten Anomalien Distalbiss, Kieferkompressionen mit frontaler Engstand, lateraler Kreuz-und Deckbiss ; Defizite und Diskrepanzen auch in sagittaler sowie vertikaler Dimension; ihren dento-alveolàren und ganzkörperlichen, gesundheitsschädigend weil entwicklungsschädigenden Folgeerscheinungen wie Gesichtsasymmetrien, erschwerte Naseenatmung, Kau-,Sprach-und Hör-Behinderung; kindliche Apnoe, Anurie, gestörtes Psychosozialverhalten.
 
Der Teufelskreis beginnt um Ursache und Wirkung, die ewig offene Frage erhebt sich: was denn zuerst dagewesen sei: die Henne oder des Ei ?
 
Fundamentaler Erstschritt wäre die sanfte Gaumenerweiterung SME & MFR,  intrasutural, infraalveolär, periost-und endostal unter Kontrolle der Myofunktion getàtigt, was damit eine dreidimensionale Ausformung des Oberkiefers bewirkt, wodurch. der Unterkiefer Anpassung  ebenso wie der Idealisierung der Zahnreihen, gleichzeitig mit Hilfe von Klassemechaniken erreichbare Kieferrelation für eine kaukräftige, stabilisierende Okklusion nicht nur mehr im Wege steht.
 
Innovativ ist im Rahmen der “ KFO Alternativ“ das“ temporàre Bonding-Verfahren für skelettierte Konstrukte zur G(N)E  inklusive Ankoppelung vorfabrizierten Elemente sowie zusätzlich vestibulärer, intra-und extraraler  Hilfsgeräte.
 
Nutzung natürlicher und reziproker Kräfte erleichtert es, den Wünschen gewisser Patienten-,Eltern-und Behandlerkreisen nach reduzierten Zahnextraktionen und eingeschränkter  Multiband-Ensatz  nachzukommen. 
 
Stärkere Einbindung der Tiefziehschiene bringt für alle Behandlungsphasen große Vorteile: sowohl als Derivat bzw. Segment mit Attachement-Halterung anstelle der Implantat- Verankerung von Geräten als  akzeptabler Dynamik-Retainer bei wachstumsgerechter Nachbesserung, „finishing“ und Langzeitbetreuung.
 
Das Motto „Verhüten ist besser als Heilen “ berechtigt zur Frühbehandlung
-und beinhaltet schonende, unauffällige Maßnahmen, die dem Eid des Hippokrates entsprechen : NIL NOCERE .